Pierre Vogel erklärt uns die Weltreligionen

von Isauricus

 English: Salafist preacher Pierre Vogel in Kob...

Pierre Vogel ist schon ein merkwürdiger Kautz. Er ist ein zum Islam konvertierter Mann, der sich selbst Abu Hamza nennt, als salafistischer Hassprediger gilt und es für möglich hält, dass deutsche Muslime in naher Zukunft in ”KZs gesteckt werden” (1). Leider bringt er mich – wenn auch unbewusst – regelmäßig auf die Palme. Nicht nur, weil er den Koran wortwörtlich auslegt, für die Scharia Lanzen bricht und aus Deutschland am liebsten einen Islamischen Gottesstaat nach iranischem Vorbild machen würde, sondern vor allem, weil er sowohl über das Christentum, als auch das Judentum falsche Tatsachen verbreitet und versucht, die eigentliche Bedeutung von Tanach und Bibel zu verdrehen, um den Koran als überlegen darzustellen und die Gläubigen dabei zu unterstützen ”den Islam anzunehmen”.

Was passiert, wenn der Andersgläubige bzw. ”Ungläubige” nicht augenblicklich konvertiert, hat Pierre Vogel sogar schon Bundeskanzlerin Dr. Merkel erklärt, nachdem sein salafistischer Verein ”Einladung zum Paradies” verboten wurde (2):

“Wenn ihr sterbt, und ihr habt den Islam nicht angenommen, dann werdet ihr für Ewigkeit [sic!] in die Hölle gehen und dort Qualen erleiden, die schlimmer sind als alle Qualen, die ihr euch überhaupt vorstellen könnt.” (2)

Deshalb vergeuden Sie ihre Zeit lieber nicht damit, diesen Artikel zu lesen, sondern eilen Sie auf direktem Wege zu Ihrem nächstgelegenen Hassprediger um sich bekehren zu lassen - vor Gericht werde ich jede Verantwortung für Ihre ewige Verdammnis von mir weisen, sollten Sie durch das Lesen dieses Textes auf den ”falschen Pfad” geführt werden.

Alle mutigen ”Ungläubingen” und liberale Moslems, die trotzdem weiterlesen, werde ich dem Anschein nach in der Hölle treffen, sollte mich mein abendländischer Gott wider aller Erwartungen im Stich gelassen haben.

Wenn man Pierre Vogel verstehen möchte, lohnt es sich, zu aller erst Zeit zu investieren um die fünf folgenden Zitate zu lesen:

”Ein Muslim ist jemand der (…) nach einer vollständigen Neugestaltung seines Lebens gemäß den offenbarten Anweisungen Gottes strebt, und für die Gründung einer Gesellschaftsordnung arbeitet, in der die Rechtleitung Gottes verwirklicht wird. [sic!]” – Pierre Vogel (4)

”Salafisten orientieren sich in strenger, doktrinärer Form an einem idealisierten Leitbild der Frühzeit des Islams. Sie fordern ihre Anhänger zur Absonderung sowohl von Nichtmuslimen als auch von nicht-salafistischen Muslimen auf, die teilweise zu Ungläubigen erklärt werden.” (5)

”Die Salafisten streben nach Darstellung des Verfassungsschutzes in letzter Konsequenz einen islamischen Gottesstaat an, in dem wesentliche Grundrechte und Verfassungspositionen keine Geltung haben sollen. Im Einzelfall akzeptieren sie dabei auch den Einsatz von Gewalt. [sic!]” (2)

Pierre Vogel ist kein Lehrer des Islam – er versteht die Arabische Sprache nicht richtig, er nimmt handelt [sic] nach dem äusseren Anschein der Wörter, versteht völlig falsch [sic] und kann noch nicht mal [Arabisch].- Islamlehrer (7)

”Wenn Pierre Vogel ein Mensch ist, wie ein großer Topf Honig: Viel süßes kommt von ihm hervor, aber vergiftet. Was macht man dann mit diesem Honig? Alles schmeißt man weg. Und so auch mit Pierre Vogel.- Islamlehrer (7)

Nach Beachtung dieser Zitate und anderer Quellen (siehe Artikelende) können wir folgende Thesen aufstellen:

  • Pierre Vogel arbeitet gegen die Verfassung. Er will einen Islamischen Gottesstaat.
  • Pierre Vogel toleriert keine anderen Religionen und arbeitet gegen den Religionstheologischen Pluralismus.
  • Pierre Vogel duldet Gewalt gegen Frauen, solange Knochenbrüche und blaue Flecken vermieden werden. (6)
  • Pierre Vogel vergleicht die Situation der Muslime in Deutschland mit der der Juden zur Zeit des Nazi-Regimes. (6)
  • Pierre Vogel wird nicht nur von moderaten/liberalen Muslimen sondern auch von Islamlehrern abgelehnt.

Wieso glauben so viele junge Muslime diesem Mann?

Die Quellen sind sich hier einig: Viele der Einwandererkinder werden weiterhin moslemisch erzogen – was ja an sich nicht unbedingt etwas verwerfliches ist. Das Problem entsteht in der Moschee. Dort verstehen die hauptsächlich jungen Männer nicht, was der Prediger ihnen versucht zu erklären, da sie durch die Schule hauptsächlich Deutsch sprechen und Arabisch oder die Muttersprache des Predigers/der Eltern nicht oder nur schlecht verstehen.

An dieser Stelle tritt Vogel auf. Er ist ein junger dynamischer Redner, der weiß wie er diese Personengruppe für sich begeistert. Die jungen Menschen bekommen von ihm das  gepredigt, was er als Islam versteht - gut verständlich auf Deutsch und in einfacher Sprache, d. h. knappe und leicht zu erschließende strenge Gebote nach der Art ”Wenn-du-das-tust, dann-passiert-jenes”.

Und wie lösen wir dieses Problem?

Wenn ich jetzt schreiben würden, dass wir die deutsche Sprache in allen Moscheen durchsetzen müssen, würde ich schnell Probleme kriegen. Mich würden Hassmails erreichen, worin ich als ”islamophob” und ”rassistisch” beschimpft werden würde, oder schlimmeres. Doch wäre diese Maßnahme nicht mal eine Motivation für ”Integrationsverweigerer”, Deutsch zu lernen?

Viele meiner moslemischen Freunde haben schon verlauten lassen, dass sie Herrn Vogel nicht ausstehen können, da er ”ein falsches Licht auf den Islam wirft” und hätten deshalb damit sicher kein Problem.

Sie werden sicher gemerkt haben, dass ich bis zu dieser Stelle noch nicht wirklich auf den Punkt gekommen bin. Vielleicht haben Sie auch schon befürchtet, dass meine geistigen Fähigkeiten mittlerweile nachgelassen haben und ich die Überschrift nach Gutdünken gewählt habe: Seihen Sie beruhigt, ich erfreue mich bester Gesundheit.

”Pierre Vogel erklärt uns die Weltreligionen”. Was könnte damit gemeint sein? Wodurch sollte ein Mann wie Vogel überhaupt dazu qualifiziert sein, über etwas anderes als Kopftücher, Steinigungen und das Hängen von Homosexuellen zu reden?

Sehen wir uns zunächst einmal das folgende Video an. Für alle, die entweder keine Lust, Zeit oder Möglichkeit dazu haben, habe ich die relevanten Stellen natürlich raus geschrieben.

Er sagt hier:

”Bei den Christen beispielsweise – viele verlassen das Christentum, weil es hierauf keine Antwort gibt. Das Christentum hat keine Antwort darauf, warum es Gutes und Schlechtes gibt.” (8)

Zugegeben: Pierre Vogel war Christ. Doch qualifizieren ihn vielleicht seine zahlreichen Besuche im Limburger Dom? Seine Wallfahrt zum Vatikan? Das regelmäßige Konsumieren von Brot und Wein aus der Hand eines Priesters des ”Gesprächkreises Theodizee-Problem”? Oder gar ein täglich fünfmal durchgeführtes Rosenkranz-Gebet? (10)

Ich sage dazu: Nun Herr Vogel, da haben Sie aber etwas mächtig falsch verstanden.

Mein Kollege Timoratus hat mich in diesem Zusammenhang auf einen Text auf der Homepage der Dreikönigsgemeinde verwiesen. Sollte diese in diesem Zusammenhang ein Problem damit haben, hier zitiert zu werden, bitte ich um eine E-Mail.

Pfarrer Phil Schmidt nähert sich dieser Fragestellung, die auch unter dem Namen ”Theodizee-Problem” bekannt ist, wie folgt:

”Aber ein Mensch, der zwischen gut und böse nicht frei entscheiden kann, ist nicht mehr ein Mensch, sondern ein seelenloser Untermensch. Wer nicht frei entscheiden kann, kann auch nicht lieben, denn Liebe setzt Entscheidungsfreiheit voraus. Wer nicht lieben kann, kann das oberste Gebot des Lebens nicht erfüllen, nämlich Liebe zu Gott und Liebe zu den Mitmenschen. Um Gewalt zu verhindern, müsste Gott die menschliche Seele töten, aber Leben töten ist der Inbegriff des Bösen. Gott ist der Inbegriff der Liebe.” (9)

Als ich diese Erklärung gelesen habe war ich überrascht. So eine logische und zugleich einfache Erklärung hätte ich nicht erwartet. Was Pierre Vogel wohl dazu sagen würde?

Herr Vogel: Ich bitte Sie in Zukunft aufzuhören, zu behaupten, Juden und Christen seien Ihrer Religion per se ”unterlegen”, denn Sie haben nicht genug Wissen, um so zu urteilen. Dies ist nur ein Beispiel dafür, was Vogel denkt und viele glauben, jedoch eine kleine Lügenkonstruktion ist.

Ich werde vermutlich in Zukunft immer mal wieder ein paar Behauptungen Vogels widerlegen. Nicht, weil ich daraus Genugtuung schöpfe, sondern vor allem, weil ich nicht alles toleriert und unkommentiert lassen muss, was sich im Internet abspielt – wo kämen wir denn da hin?

Hier noch das Original-Video der beiden Islamlehrer, die Ihnen nochmal zeigen, was sie von Prediger-Pierre halten:

Ich danke allen, die bis hierher gelesen haben und lade selbstverständlich zu einer hitzigen Diskussion in den Kommentaren ein (Kommentare a lá ”Fick dich du Hurensohn, INSALLAH, Islam ist die einzige Religion” werden natürlich vorher ausgefiltert).

Feedback, Kritik, schriftliche Honigbäder und Verweise auf ähnliche Videos Vogels werden selbstverständlich gerne per E-Mail empfangen.

_________________
Quellen:

1) Ab 12:10 Minuten http://www.youtube.com/watch?v=qftv58rAGSc
2) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,758369,00.html
3) http://www.fr-online.de/frankfurt/festhalten-am-fundament,1472798,8356310.html
4) Verfassungsschutzbericht 2010
5) Verfassungsschutzbericht 2009
6) http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Vogel
7) http://www.youtube.com/watch?v=MpSz0ELU1Rw
8) http://www.youtube.com/watch?v=cy_-tOmzrDw&w=420&h=315
9) http://www.dreikoenigsgemeinde.de/glaube/glaube_abc_glaubensfragen.php#fragen01

One Comment to “Pierre Vogel erklärt uns die Weltreligionen”

  1. “”Das Problem entsteht in der Moschee. “”

    Nö, das Problem sind die Macho-Religionen und die Macho´s an sich und aus sich .

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